Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde
MR Dr.med. Christine Thomas
Lübecker Str. 39
01159 Dresden

Telefon: 0351/4 22 08 41
Fax: 0351/4 22 08 42
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News

Corona bremst Früherkennung aus

Die Zahl der Früherkennungsuntersuchungen ist im ersten Corona-Jahr um mehr als acht Millionen eingebrochen. Das geht aus dem Arztreport 2022 der Barmer hervor, der über 30 ärztliche Abrechnungsziffern für verschiedene Untersuchungen ausgewertet hat. Dabei hat der Report die Inanspruchnahme von Tests verglichen, die in den Jahren 2019 und 2020 Kassenleistung waren und in beiden Jahren mit der jeweils selben Ziffer abgerechnet wurden. Hier gab es im Jahresvergleich einen Rückgang von 33,2 Millionen auf 25,5 Millionen Untersuchungen. Dies entspricht einem Minus von 23 Prozent. "Die Corona-Pandemie hat für einen deutlichen Rückgang bei Früherkennungsuntersuchungen gesorgt. Sie sollten aber nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn sie können Leben retten. Wer auf Früherkennungsuntersuchungen während der Pandemie verzichtet hat, sollte sie möglichst zeitnah nachholen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. med. Christoph Straub.
Darmkrebsfrüherkennung um mehr als 20 Prozent gesunken

Laut Barmer-Arztreport ist vom Jahr 2019 auf 2020 allein die Zahl der Gesundheitsuntersuchungen bei Erwachsenen von rund 11,7 Millionen auf 7,4 Millionen in Deutschland zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 37 Prozent. Bei der Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchung sank die Zahl der Tests von 8,7 Millionen auf 6,9 Millionen und bei den Tests auf verborgenes Blut im Stuhl zur Darmkrebsfrüherkennung von 3,6 Millionen auf etwa 2,8 Millionen. Der Rückgang beträgt hier jeweils mehr als 20 Prozent. "Darmkrebs ist besonders tückisch, weil er lange Zeit symptomlos bleibt. Deshalb ist die Darmkrebsvorsorge besonders wichtig", sagt Prof. Dr. Joachim Szecsenyi, Autor des Arztreports und Geschäftsführer des aQua-Instituts in Göttingen. Gerade in Pandemiezeiten, in der Menschen aus Sorge vor einer Infektion nicht in die Arztpraxis gingen, sei ein niedrigschwelliger Zugang zu Früherkennungsuntersuchungen wichtig. Deshalb habe die Barmer ihr Vorsorgeprogramm erweitert und biete mit der „Digitalen Darmkrebsfrüherkennung“ erstmals einen Test für zu Hause an, so Straub. Dabei würden Anspruchsberechtigte über die Barmer-App zur Früherkennung eingeladen. Per Link könne ein immunologischer Stuhltest angefordert und zur kostenlosen Auswertung in ein Labor geschickt werden. Der Befund würde dann per Brief mitgeteilt. Den Test könnten Barmer-Versicherte bereits ab dem Alter von 40 Jahren erhalten. Gesetzlich sei er erst ab 50 Jahren vorgesehen.
Weniger Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen

Laut dem Arztreport der Barmer ist darüber hinaus die Brustkrebsfrüherkennung in der Pandemie weniger in Anspruch genommen worden. So sank die Zahl der Teilnehmerinnen am Mammographie-Screening von knapp drei Millionen auf 2,7 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um 9,4 Prozent vom Jahr 2019 auf 2020. „Zu Beginn der Pandemie war das Einladungsverfahren zum Mammographie-Screening ausgesetzt, weil in den Praxen Schutzausrüstungen fehlten. Das darf sich nicht wiederholen. Die Schutzmaterialien sollten zentralisiert vorgehalten werden, damit zum Beispiel Früherkennungsuntersuchungen nicht wieder ausgesetzt werden müssen“, fordert Barmer-Vorstandsvorsitzender Straub.

Interaktive Grafiken zur Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen unter: www.bifg.de/Y925GZ
Auswahl kostenfreier Früherkennungsuntersuchungen

Allgemeine Gesundheitsuntersuchung: Der Check-Up-35 soll prüfen, ob Risikofaktoren etwa für Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Diabetes oder Krebs vorhanden sind oder ob diese Erkrankungen bereits vorliegen. Versicherte zwischen 18 und 35 Jahren können ihn einmal und ab 35 alle drei Jahre beanspruchen.

Hautkrebs-Screening: Hier wird die Haut auf Veränderungen abgesucht. Die Untersuchung ist ab 35 Jahren alle zwei Jahre möglich. Barmer-Versicherte können einen Haut-Check bereits unter 35 alle zwei Jahre vornehmen lassen.

Test auf verstecktes Blut im Stuhl: Eine Stuhlprobe wird untersucht auf mit bloßem Auge nicht sichtbares Blut, was ein Anzeichen für Polypen oder Krebs im Darm sein kann. Bei einem positiven Befund folgt eine Darmspiegelung. Der Stuhltest ist für alle gesetzlich Versicherten zwischen 50 und 54 Jahren einmal jährlich möglich, danach alle zwei Jahre. Es sei denn, es ist bereits eine Darmspiegelung erfolgt.

Darmspiegelung: Männer ab 50 und Frauen ab 55 Jahren können diese Darmkrebs-Früherkennung zweimal in Anspruch nehmen, mit zehn Jahren Abstand. Nach der Spiegelung ist für zehn Jahre kein Stuhltest nötig.
Frauen

Gebärmutterhalskrebs: Beim Pap-Test werden Gebärmutterhalszellen abgestrichen und auf Krebs hin untersucht. Für Frauen zwischen 20 und 34 Jahren ist der Test einmal jährlich möglich und ab 35 alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung aus Pap- und HPV-Test. Der HPV-Test sucht nach bestimmten Viren, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Tastuntersuchung der Brust: Frauen ab 30 können einmal jährlich den Test machen, bei dem Brüste und Lymphknoten auf Krebs untersucht werden.

Mammographie-Screening: Hier werden die Brüste auf Krebs hin geröntgt. Die Untersuchung ist zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre möglich.
Männer

Prostata- und Genitaluntersuchung: Hier werden Prostata und äußere Genitalien abgetastet, unter anderem auf Krebs. Männer ab 45 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch darauf.

Screening der Bauchaorta: Hier können Männer ab 65 Jahren einmalig den Durchmesser der Bauchschlagader mit einem Ultraschallgerät messen lassen. So sollen große Aneurysmen rechtzeitig entdeckt werden.
Daneben gibt es weitere kostenfreie Früherkennungsangebote, etwa die U- und J-Untersuchungen für Kinder, zahnärztliche Untersuchungen und Untersuchungen für Schwangere.

05.07.2022 DGA | Quelle: Barmer

Kinder spielerisch für Sonnenschutz begeistern

Kreativ, lustig und alles andere als lästig: Sonnenschutz mit Kindern kann einfach und stressfrei gelingen. Wie es geht, zeigen neue Materialien der Kampagne "Clever in Sonne und Schatten" der Deutschen Krebshilfe: Die Broschüre "Der Sonnenschutz-Koffer für Familien" bietet Spiel-, Bastel- und Experimentideen. Ein kurzer Film lädt zum lustigen Mitraten ein. Er sensibilisiert dafür, dass Kinderhaut besonderen Schutz vor ultravioletter Strahlung der Sonne benötigt. Langfristig beugt dies dem Entstehen von Hautkrebs vor. Die neuen Materialien stehen unter www.krebshilfe.de und www.cleverinsonne.de bereit. Unterstützt wird die Kampagne auch von der BAHN-BKK.

Kinderhaut vor intensiver UV-Strahlung schützen

Am 21. Juni ist Sommeranfang. Die großen Ferien rücken näher, ebenso die Vorfreude auf ausgedehnte Spiel- und Freizeitaktivitäten im Freien. Zugleich ist die Haut gerade jetzt vermehrt den UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt. "Genießen Sie mit Ihren Kindern den Sommer, entspannt und ohne Sonnenbrand. Die tollen neuen Sonnenschutz-Materialien helfen Ihnen dabei", sagt Susanne Klehn, Botschafterin für Hautkrebsprävention der Deutschen Krebshilfe. Sie erkrankte im Alter von 27 Jahren selbst an Hautkrebs und weiß, wie wichtig Sonnenschutz bereits im Kindesalter ist.

Virtueller "Sonnenschutz-Koffer" für Familien

Mit einfachen Schutzmaßnahmen lässt sich die Haut langfristig vor Schäden bewahren: mittags Schatten suchen, schützende Kleidung tragen sowie unbedeckte Hautpartien mit Sonnencreme (Lichtschutzfaktor mindestens 30) einreiben. Damit diese Regeln im sommerlichen Familienalltag selbstverständlich werden, bietet die Broschüre "Der Sonnenschutz-Koffer für Familien" vielfältige altersgerechte Anregungen rund um den UV-Schutz. Für Kinder unter drei Jahren kann beispielsweise "Das kleine Lied vom Sonnenschutz" dazu beitragen, das tägliche Eincremen zu einem schönen Ritual zu machen. Mit Schattenspielen und einem Kresse-Experiment bekommen schon die Kleinsten einen Eindruck davon, was Licht und Schatten unterscheidet und wie Sonnenstrahlen wirken. Für ältere Kinder gibt es ebenfalls zahlreiche Experimentideen, Rätsel, ein Sonnenschutz-Gedächtnisspiel sowie Anleitungen für Sonnen-Yoga. "Ganz besonderen Rate-Spaß bietet auch ein kurzer Film", sagt Dr. Friederike Stölzel, vom Präventionszentrum des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden / Universitätskrebs Centrum Dresden (NCT/UCC). "Kinder beschreiben darin - nach dem beliebten 'Dingsda'-Vorbild - Sonnenschutzbegriffe. Die Zuschauenden müssen diese erraten."

Entwickelt wurden diese Materialien vom NCT/UCC Dresden, unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe und die BAHN-BKK. "Prävention ist uns eine Herzensangelegenheit und wir sind davon überzeugt, dass man damit nicht früh genug anfangen kann", sagt Hanka Knoche, Vorstand der BAHN-BKK. "Das didaktisch aufbereitete Material ermöglicht Eltern und Kindern einen spielerischen Zugang zum Thema Sonnenschutz und vermittelt ganz nebenbei eine Menge Hintergrundwissen - ein praxisorientierter Ansatz, der hoffentlich viele Familien erreicht." Seit 2018 ist die BAHN-BKK Partnerin der "Clever in Sonne und Schatten"-Kampagne.

UV-Schäden in der Kindheit steigern das Hautkrebsrisiko

UV-Strahlung ist der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Als besonders gefährlich beurteilen Experten UV-Belastungen und Sonnenbrände in der Kindheit. "Die Stammzellen der Haut liegen bei Kindern viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen. Wird das Erbgut dieser Stammzellen durch UV-Strahlen geschädigt, steigt das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken", erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). "Rund 303.000 Menschen erkranken derzeit in Deutschland pro Jahr neu an Hautkrebs - Tendenz steigend", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Allein 40.000 der Neudiagnosen entfallen auf das Maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. Dieser bildet sehr schnell Tochtergeschwulste und ist dadurch schwerer heilbar. "Sonnenschutz sollte daher bereits bei Kindern so selbstverständlich sein, wie das tägliche Zähneputzen."

Themenseite UV-Strahlung und Hautkrebs:

https://ots.de/WGxoG6

Das Kooperationsprojekt "Clever in Sonne und Schatten"

Das Hautkrebs-Präventionsprogramm der Deutschen Krebshilfe richtet sich, neben dem Fokus auf Familien, vor allem an Kitas, Grundschulen sowie seit 2022 auch an sportbetonte Schulen für Jugendliche. In den vergangenen Jahren wurden deutschlandweit rund 6.500 Projektpakete an Kitas und Grundschulen versandt und mehr als 350 Einrichtungen für ihr Engagement zum Sonnenschutz als "Clever in Sonne und Schatten" ausgezeichnet. Partner des Programms sind die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V., Hamburg, das Projekt "Die Sonne und Wir" der Universität zu Köln - Uniklinik Köln sowie das Präventionszentrum NCT/UCT, Dresden.

21.06.2022 DGA | Quelle: Deutsche Krebshilfe (news aktuell)

1. Quartal 2022: Kran­ken­stand in Deutsch­land so hoch wie noch nie

Mit 5,27 Prozent war der Krankenstand der TK-versicherten Erwerbstätigen in Deutschland im ersten Quartal 2022 so hoch wie in keinem anderen ersten Quartal jemals zuvor. Das geht aus einer aktuellen Vorabauswertung des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Damit war jede bei der TK versicherte Erwerbsperson von Januar bis inkl. März dieses Jahres durchschnittlich 4,75 Tage krankgeschrieben. In den Jahren zuvor waren es im ersten Quartal 3,46 Fehltage (2021), 4,63 (2020) und 4,28 (2019).

"Hauptgrund für den massiven Anstieg im ersten Quartal war eine sehr ausgeprägte Erkältungs- und Grippewelle. Die hochansteckende Omikron-Variante hat diesen Effekt noch verstärkt", erklärt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Nachdem im zweiten Coronajahr die Krankschreibungen aufgrund von Erkältungskrankheiten wegen der Abstands- und Hygieneregeln sehr stark zurückgegangen waren, hat uns die Erkältungswelle dieses Frühjahr voll erwischt."

Auch wenn Omikron die Fehlzeiten mit nach oben getrieben hat: Insgesamt betrachtet, haben die Krankschreibungen aufgrund einer nachgewiesenen Covid-19-Infektion mit 79.393 Fällen und 916.282 Fehltagen im ersten Quartal nach wie vor nur einen geringen Anteil am Gesamtkrankenstand ausgemacht - von jeweils 3,83 bzw. 3,34 Prozent. Insgesamt gab es bei den TK-versicherten Erwerbstätigen im ersten Quartal über alle Diagnosen hinweg 2.071.787 Krankschreibungsfälle mit 27.473.691 Fehltagen.

28.06.2022 DGA | Quelle: Techniker Krankenkasse

Schwangere rauchen für zwei

Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung ist seit einigen Jahren rückläufig. Besonders deutlich sinkt der Anteil der Rauchenden unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch der Anteil der Schwangeren, die rauchen, hat sich seit Mitte der 1990-er Jahre fast halbiert und ist von 19,9 Prozent auf 10,9 Prozent gesunken, stellt die in München beheimatete Stiftung Kindergesundheit erfreut fest. Sie weist jedoch auf eine bedenkliche Tatsache hin, die man denselben zwei Zahlen entnehmen kann: Etwa jede zehnte Schwangere raucht weiter und setzt damit ihr ungeborenes Kind beträchtlichen Gefahren aus. Es wächst nämlich mit jeder einzelnen Zigarette das Risiko für das Baby, in seiner Entwicklung beeinträchtigt und gesundheitlich geschädigt zu werden.

„Wenn eine werdende Mutter weiter raucht, raucht sie für zwei!“, betont Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Durch das Rauchen wird die Durchblutung der Gebärmutter und damit auch die Versorgung des Ungeborenen mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff beeinträchtigt. Bereits eine einzige Zigarette steigert die Herzfrequenz des Babys um zehn bis 15 Schläge pro Minute.“

Die im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe gelangen über die Plazenta in den Blutkreislauf des Babys und hemmen so wichtige Prozesse von Wachstum und Reifung. Kinder, die bereits im Mutterleib zum Mitrauchen gezwungen werden, leiden mitunter noch jahrzehntelang an den Folgen des Rauchvergnügens ihrer Mutter, konstatiert die Stiftung Kindergesundheit: Neben dem Alkohol bedeutet das Rauchen die größte Gefahr für die Gesundheit eines ungeborenen Babys.
Erhöhtes Risiko für Frühgeburt und Säuglingstod Folgende Nachteile des Rauchens in der Schwangerschaft sind eindeutig gesichert:

• Rauchende Mütter erleiden häufiger eine Fehlgeburt als Nichtraucherinnen. Sie haben ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Blutungen, für eine Eileiterschwangerschaft, für einen ungünstigen Sitz der Plazenta in der Gebärmutter („Plazenta praevia“) und auch für Frühgeburten. • Nikotin verengt die Gefäße und verringert auch die Durchblutung der Plazenta. Das hoch giftige Kohlenmonoxyd verdrängt den Sauerstoff aus den roten Blutkörperchen – das Kind leidet unter einem chronischen Sauerstoffmangel. • Als Folge der schlechten Durchblutung der Plazenta erhält das Ungeborene auch weniger Nährstoffe. Es wächst deshalb langsamer, wird besonders häufig sowohl kleiner als auch leichter geboren und hat bei der Geburt einen geringeren Kopfumfang als Kinder von Nichtraucherinnen. Jungen sind vom Wachstumsrückstand häufiger und in stärkerem Maße betroffen als Mädchen. • Babys, die im Mutterleib zum Mitrauchen gezwungen waren, weisen außerdem eine erhöhte Sterblichkeit während und nach der Geburt, aber auch während des ganzen ersten Lebensjahres auf. • Das Rauchen während der Schwangerschaft begünstigt das Auftreten angeborener Fehlbildungen beim Kind. • Rauchen ist mit deutlich erhöhtem Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) verbunden.
Langfristige Folgen für die spätere Gesundheit Neben diesen unmittelbaren Auswirkungen des Rauchens auf die Entwicklung des Kindes gibt es eine Reihe von Gesundheitsstörungen, die erst später, möglicherweise sogar erst nach Jahrzehnten zutage treten, betont die Stiftung Kindergesundheit. So kann das Rauchen der Mutter einer späteren Krebserkrankung des Kindes den Weg ebnen. Unter den Tausenden von Schadstoffen des Zigarettenrauchs sind rund 50, die als Krebserreger gelten: Kadmium und andere Schwermetalle, radioaktive Substanzen, Pestizide, Nitrosamine, Benzpyren oder Formaldehyd und andere mehr.

Auch Allergien entwickeln sich bei Kindern von Raucherinnen häufiger. Hautekzeme wie Neurodermitis und Atemwegsallergien wie Asthma treten bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, zwei- bis fünfmal häufiger auf als bei Kindern nichtrauchender Frauen.

Hat die Mutter während der Schwangerschaft geraucht, liegt das Risiko für ihr Kind, spätere Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen oder eine Hyperaktivität zu entwickeln, bei etwa 22 Prozent, während Kinder von Nichtraucherinnen nur zu acht Prozent von einem solchen Schicksal betroffen sind.

Kinder von Müttern aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten sind von den Folgen des Rauchens während der Schwangerschaft stärker betroffen als Kinder von Müttern mit einem höheren Sozialstatus.
Zum Verzicht auf die Zigarette ist es nie zu spät! Ein Rauchstopp vor der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Schwangeren und die Entwicklung des ungeborenen Kindes aus, betont die Stiftung Kindergesundheit. Je früher die werdende Mutter auf die Zigaretten verzichtet, umso größer sind die Chancen für das Baby, keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erleiden.

Zum Rauchstopp ist es auch während der Schwangerschaft noch nicht zu spät, unterstreicht Professor Dr. Berthold Koletzko: „Jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Gewinn für das Baby. Der Verzicht auf die Zigarette lohnt sich immer, selbst noch kurz vor der Geburt. Für die häufig gehörte Behauptung, der plötzliche Rauchstopp in der Schwangerschaft würde das Ungeborene belasten, fehlt jede wissenschaftliche Bestätigung. Auch die unangenehmen Entzugserscheinungen, die in den ersten Tagen nach dem Verzicht auf Zigaretten bei der Mutter auftreten können, sind nicht zu vergleichen mit der Befürchtung, dem Baby durch das Rauchen möglicherweise dauerhaften Schaden zugefügt zu haben.“

Bitte mehr Rücksicht in Gegenwart einer Schwangeren! Auch Passivrauchen führt zu Gesundheitsrisiken für das Ungeborene, hebt die Stiftung Kindergesundheit hervor. Die Schadstoffe des Tabakrauchs gelangen in den kindlichen Kreislauf, gleichgültig, ob sie aus einer von der Mutter gerauchten Zigarette stammen oder aus der verräucherten Luft ihrer Umgebung zu Hause oder im Beruf. So sind die nachteiligen Auswirkungen des väterlichen Rauchens auf das Ungeborene durch internationale Studien belegt.

Die Stiftung Kindergesundheit fordert deshalb: Genauso, wie es selbstverständlich ist, einer Schwangeren in der Straßenbahn seinen Platz anzubieten, genauso selbstverständlich sollte es werden, in Gegenwart einer schwangeren Frau und in Räumen und Kraftfahrzeugen, die auch Schwangere nutzen, keinesfalls zu rauchen. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Nur so können die Risiken für den schutzbedürftigsten aller Passivraucher, für das ungeborene Baby, verringert werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf folgenden Seiten:
• www.kindergesundheit.de
• www.schwangerundkind.de
• www.tabakkontrolle.de
• www.dkfz.de
• www.bzga.de



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